Antwort

Das steht detailliert in den Richtlinien für Infektionsprävention in Heimen des Robert Koch Institutes beschrieben. Die Richtlinien sind hier zusammengefasst:


Anmerkungen

  • Ein Bewohner mit MRSA muss nicht zwingend in einem Einzelzimmer gepflegt werden. Bei großflächigen Wunden ist das teilen eines Zimmers mit einem anderen Bewohner nicht sinnvoll.
  • Falls Sie es möchten, können mehrere Bewohner mit MRSA zusammen in ein Mehrbettzimmer, in Kohorte, gepflegt werden. Unter Kohortenisolation versteht man, dass in einem Raum mehrere Bewohner gepflegt werden, die möglicherweise mit den gleichen Krankheitskeimen (Bakterien) besiedelt/infiziert sind.
  • Schutzkleidung (Schutzkittel, Handschuhe) werden pro Bewohner genutzt.
  • Wenn der Bewohner mit MRSA keine Drainage oder Katheter hat und auch keine Hautläsion oder mögliche Infektionsquellen, wie Abszesse, Furunkel (Eitergeschwüre) oder chronische Lungenerkrankung (wie COPD), darf der Patient außerhalb des Zimmers an sozialen Aktivitäten teilnehmen. Die Gründe, dass ein Bewohner mit Drainage, Katheter, Hautläsion oder Infektionsquellen nicht außerhalb des Zimmers an sozialen Aktivitäten teilnehmen darf, sind, dass die Anwesenheit von diesen Fremdkörpern oder Erkrankungen die Übertragung fördert. Wenn eine langfristige Ausschließung aufgrund dieser Kriterien der Fall ist, wird angeraten mit einem Spezialisten (Arzt-Mikrobiologen/Hygieniker) über eventuelle Anpassungen der Maßregeln nachzudenken.
  • Übertragung von MRSA findet hauptsächlich während direktem pflegerischem Kontakt oder während der Versorgung des Bewohners statt, wie beispielsweise beim Waschen, beim Bett bereiten, bei der Wundversorgung und Ähnlichem. Darum ist es wichtig, dass diese Handlungen in einem Einzelzimmer stattfinden, weswegen ein Bewohner mit MRSA in einem Einzelzimmer gepflegt werden muss.
  • In dem Zimmer befindet sich niemals mehr als ein Tagesvorrat von Pflege- und Versorgungsartikeln.
  • Das Zimmer, in dem der Bewohner verbleibt und die dazugehörigen sanitären Anlagen, müssen täglich gereinigt und regelmäßig desinfiziert werden.

Maßregeln für die pflegenden Mitarbeiter

  • Bei der direkten Versorgung (beispielsweise Waschen, Bettbereiten und Ähnlichem) eines Bewohners mit MRSA in einem Einzelzimmer und auch beim Abholen und Bereiten von dessen Bett (oder bei mehreren Bewohnern in einem Mehrbettzimmer) ist das situationsgerechte Tragen einer chirurgische Mund-und-Nasen-Maske sinnvoll. Das Tragen einer Maske ist von großer Bedeutung, da vor allem die Nase ein Ort ist, an dem Staphylokokken (also auch MRSA) leicht kolonisieren können. Wenn während der Pflege des Bewohners mit MRSA, die Nase des Pflegers nicht geschützt ist, kann diese einfacher kolonisiert werden. Die Nutzung des Mundschutzes muss genau überdacht werden, da er gleichzeitig den Patienten stark ausgrenzt.
  • Es müssen Einmalhandschuhe getragen werden.
  • Um einer Kontamination des Haars (vor allem bei langem Haar oder engem Kontakt) vorzubeugen, kann das Personal eine Haube tragen.
  • Als Schutzkleidung muss ein Kittel mit langen Ärmeln und Bündchen getragen werden. Vor allem bei Handlungen wie das Heben des Bewohners kann ein sehr intensiver Hautkontakt entstehen.
  • Nicht-medizinische Mitarbeiter und Besucher (beispielsweise ein Pastor oder ein Sozialarbeiter und die Familie vom Bewohner) dürfen während der Pflege nicht in das Zimmer des Bewohners.
  • Wenn ein nicht-medizinischer Mitarbeiter aus einem bestimmten Grund doch während der Pflege des Bewohners in dem Zimmer sein muss, gelten die gleichen Maßregeln wie für die pflegenden Mitarbeiter.
  • Wenn keine pflegende Aktivität in dem Zimmer stattfindet, müssen die nicht-pflegenden Mitarbeiter und Besucher keine schützenden Maßregeln treffen.

Quellen


Zum Beispiel

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