Antwort

Bisher waren lediglich nosokomiale Infektionen durch MRSA meldepflichtig bei gehäuftem Auftreten gemäß § 6(3) IfSG;

Ab dem 1.7.2009 ist der Nachweis von MRSA in Blutkulturen und Liquor als Nachweis einer Infektion in Deutschland meldepflichtig gemäß §7 Infektionsschutzgesetz. In den Niederlanden besteht eine Meldepflicht für MRSA-Infektionen seit 2007.

Weiterhin muss in jedem Fall gemäß § 23 IfSG das Auftreten dieses Erregers und mit ihm assoziierte Erkrankungen in einer gesonderten Surveillance- Statistik erfasst werden. Eine Häufung von schweren Infektionen von z.B. community acquired caMRSA könnte nach §7 gemeldet werden, da das zeitlicht gehäufte Auftreten eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen kann. Eine klassische Meldepflicht für MRSA exisitert bisher auch in Irland, UK, Schweden und Dänemark.

Anmerkungen

IfSG= Infektionsschutzgesetz

Quellen

  • Kommission zur Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch Institut: Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus Aureus (MRSA) in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen.
  • Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit
    Verordnung zur Anpassung der Meldepflicht nach § 7 des Infektionsschutzgesetzes an die epidemische Lage (Labormeldepflicht-Anpassungsverordnung - LabMeldAnpV)

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