Antwort

Normalerweise ergeben sich aus einer MRSA Besiedlung für gesunde Personen keine Konsequenzen.

Anmerkungen

S. aureus  ist ein Hautkeim, der natürlicherweise auf der Schleimhaut des Nasenvorhofs und seltener auch auf der Haut von jedem dritten Menschen lebt. Methicillin-resistente S. aureus (MRSA) ist eine Antibiotika resistenten Variante von S. aureus. Für die Fähigkeit Infektionen bei Menschen auszulösen ergeben sich keine wichtigen Unterschiede zur Antibiotika-sensiblen Variante des Erregers. Im Gegensatz zu (Methicillin-empfindlichen) S. aureus sind aber nur ca. 1% der Allgemeinbevölkerung besiedelt. Man kann ihn jeden Tag von anderen Menschen auf die Haut übertragen bekommen. MRSA kann sich jedoch auf der (Schleim)Haut und im Körper eines gesunden Menschen nicht ausbreiten, da die gesunde Haut- und Schleimhaut(flora) des Menschen einen Schutz gegen MRSA darstellt.

Normalerweise verursachen diese Bakterien keine Infektionen. Bei Verletzung der Haut oder auch durch medizinische Maßnahmen wie z.B. eine Operation kann S. aureus Wundinfektionen verursachen. Solche Infektionen können blande ablaufen (Abszess, Eiterbildung etc.), bei geschwächtem Immunsystem kann es aber auch zu schweren Infektionen wie einer Blutvergiftung und Lungenentzündung kommen. Im Fall einer Infektion helfen Antibiotika die Bakterien zu eliminieren.

Gesunde Personen sind zunächst durch die klassischen im Krankenhaus erworbenen, sogenannten Hospital-acquired (HA)-MRSA nicht gefährdet. Gesunden Menschen fehlen die bekannten MRSA Risikofaktoren, damit sich MRSA auf ihrer Haut als permanente Flora etablieren kann. Die Etablierung als permanente Flora ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass es bei Auftreten eines weiteren Risikofaktors (z.B. einer Verletzung,) zur Triggerung einer Infektion kommt.

Eine Ausnahme stellen die bisher seltenen community acquired (CA-)MRSA (D 2%, NL bis zu 10%) da, die eine Gefahr auch für gesunde Personen sind.

Quellen

Zum Beispiel

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