Antwort

Am besten eine Woche vor der stationären Aufnahme. Ist das nicht möglich, dann innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Aufnahme.

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Anmerkungen

Hinweise zur Festlegung einer sinnvollen Vorgehensweise beim MRSA Screening gibt die Empfehlung des Robert-Koch-Institutes (RKI). Sie sollte den Mindeststandard für alle deutschen Krankenhäuser darstellen. Darüber hinaus können u.U. erweiterte Screeningmaßnahmen sinnvoll sein. Am besten nehme ich bei einem Patienten den MRSA-Abstrich, eine Woche bevor ich ihn stationär aufnehmen möchte. Dies könnte z.B. im Rahmen eines ambulanten, prästationären Termins geschehen, bei dem der Patient über einen operativen Eingriff aufgeklärt oder bei ihm ein Blutbild bestimmt wird. Zeitgleich könnte man zur Blutabnahme auch noch einen Nasenabstrich durchführen. Ist es aus organisatorischen oder medizinischen Gründen nicht möglich, den Patient vorstationär einzubestellen, muss das Screening möglichst bei Aufnahme (in jedem Fall jedoch innerhalb der ersten 48 Stunden) erfolgen. Ein Eingangs-Screening ist bei der Aufnahme und Verlegung folgender Patienten sinnvoll:


1.    Patienten mit bekannter MRSA-Anamnese
2.    Patienten aus Regionen/Einrichtungen mit bekannt hoher MRSA-Prävalenz
3.    Patienten mit einem stationären Krankenhausaufenthalt (> 3 Tage) in den zurückliegenden 12 Monaten
4.    Patienten, die (beruflich) direkten Kontakt zu Tieren in der landwirtschaftlichen Tiermast (Schweine) haben
5.    Patienten, die während eines stationären Aufenthaltes Kontakt zu MRSA-Trägern hatten (z. B. bei Unterbringung im selben Zimmer)
6.    Patienten mit zwei oder mehr der nachfolgenden Risikofaktoren:
      - chronische Pflegebedürftigkeit,
      - Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten,
      - liegende Katheter (z. B. Harnblasenkatheter, PEG-Sonde),
      - Dialysepflichtigkeit,
      - Hautulcus, Gangrän, chronische Wunden, tiefe Weichteilinfektionen,
      - Brandverletzungen.


Ein mikrobiologisches Eingangs-Screening ist bei der Aufnahme und Verlegung dieser Patienten sinnvoll. Ein Screening umfasst in der Regel
     - Abstriche der Nasenvorhöfe (rechts/links) und des Rachens und ggf.
     - Abstriche von vorhandenen Wunden (einschließlich ekzematöse Hautareale, Ulcera).

Quellen

Zum Beispiel

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